lillie lord

größtenteils erlebnisse und empfindungen. manchmal beides.
May 4 '12

#176 bald mit neuer zahl. und mehr.

herrje, die zeit rennt im wahrsten sinne dahin wie ein elch. und ich bin völlig untight. wenn ich mal ehrlich sein soll, so richtig viel bekomme ich nicht hin, momentan. nein, gar nicht. mist. dabei stehen so wichtige dinge ins haus. entscheidungen, um nicht zu sagen lebens-entscheidungen. in derartigen zeiten sollte man tunlichst zusehen, seinen kopf, verstand und sein herz beieinander zu halten. gelingt mir nicht. das herz bricht in tränen aus, der kopf tut weh, der verstand sagt „gott, mädchen, wie dämlich bist du denn, und zwar zweifach (dämlich)“…. und egal, wie sehr ich mir über die ambivalenz und unsinnigkeit des ganzen auch im klaren bin: es hilft nichts. es ändert sich nicht. vielleicht ist es ja so, daß mein herz zu stark ist. aber gleichzeitig auch zu doof. tja. who knows…. not me. fuck. (sorry)

in einem monat minus einem tag werde ich dreißig. verdammt! ich kann mich noch sehr gut an die zeit erinnern, in der ich noch wirklich klein war, und dachte, fünfzehn-jährige wären schon fast tot. sowas wie dreißig jahre konnte ich mir nicht im ansatz vorstellen, egal wie sehr ich es auch versuchte. mama, papa, oder gar oma und opa, ok, die waren halt fernab von allem, und sowas ähnliches wie komplett zeitlos. aber das war meiner meinung nach ganz normal, und musste auch so sein…. als ich fünfzehn war, begann ich über mein altern nachzudenken. ich stand mit meinem kratz-eis in der hand auf dem kreisliga-A-fußball-platz meiner heimatstadt, sah eltern mit kinderwagen/babys oder auch kleinkinder lustig in der sonne herumlaufen, und schlagartig wurde mir bewusst: wenn die erstmal so alt sind, wie ich jetzt, bin ich dreißig! oder gar noch älter! OH GOTT!!!! unvorstellbar! immer noch…. ich wurde zwanzig. und fühlte mich dabei nicht besonders toll. eine neue zahl vor meinem alter, das gehagte mir überhaupt gar nicht. noch ein halbes mal so viel zeit, und ich würde .. shit. ich zog aus. mein leben veränderte sich schlagartig. mein umgang. und ich selbst. aber wie!…. als ich fünfundzwanzig wurde, hatte ich das gefühl, mein wirkliches leben hätte ja quasi grade erst angefangen, dachte aber: „scheiße. jetzt bin ich ein vierteljahrhundert alt.“ nicht schön. schon wieder. jedoch: bis zum nächsten großen, und diesmal wirklich dramatischen zahlenwechsel hatte ich ja noch eine schier unendliche menge an zeit,“ gott sei dank!“ dachte ich….

böö-bööp!! jetzt ist es soweit. all die zeit dazwischen scheint sich einfach so aufgelöst zu haben, sie ist weg. ebenso wie ein ganz bestimmtes gefühl, das ich irgendwann einmal hatte: „wenn ich dreißig werde, dann werde ich wissen, wie die dinge sind, was ich will, und wie mein leben so sein wird, beziehungsweise ist.“ tja….

always keep on dreaming.

ihre

take 176 (f: 106, s: ??); donnerstag, 3. mai 2012

ps: habe heute morgen erfahren, daß mein auto quasi total-schrott ist. steuerungssystem kaputt. 1.500 euro. na klar! danke.

Mar 19 '12

#175 tv total. oder: sag mal, dich kenn ich doch!

eigentlich unfassbar, aber wahr: ich war im fernsehn. herrje! ich hatte nicht darum gebeten, im gegenteil, ich wollte das ganz und gar nicht, bin aber irgendwie bin nicht darum herum gekommen. obwohl es im grunde gar nicht um mich ging, aber egal. im vorfeld hatte es einige telefonische streitereien zwischen meiner sehr guten freundin, mir, und dem fiesen redakteur gegeben, der sich diesem spaßigen beitrag ausgedacht hatte, und wild entschlossen war, eben diesen genau so zu drehen, wie er das nunmal wollte. nicht schön. schlussendlich warteten wir im grunde nur auf eine gelegenheit, den mann rauszuwerfen. was wiederum ziemlichen stress für mich bedeutete, da ich ihn zwar auch unmöglich fand, jedoch über keinerlei streit-qualitäten verfüge, und dementsprechend zur unterwürfigkeit tendiere. ätzend. dazu gesellte sich meine unsagbare kamera-angst, was dazu führte, daß ich kurz vor auftauchen des fernseh-teams einen wodka sowie zwei weinschorlen trinken musste, um die sache auch nur irgendwie in angriff nehmen zu können. ich fühlte mich wie der allerletzte depp. und und wäre am liebsten einfach nur weggelaufen, als mir der ton-mann ein funk-mikro an den hemdkragen steckte, und den dazugehörigen sender in meine hosentasche. OH HILFE!!!! …. aber: “erstens kommt es anders und zweitens als man denkt” (dumme sprüche teil 3444). nachdem ich zu anfang nur mühsam ein dauer-zittern sowie unsinniges gerede meinerseits unterdrücken konnte, klappte die ganze sache dann eigentlich doch ganz gut. gott sei dank ist mir auch ziemlich schnell aufgefallen, daß ich, solange dieses mikrofon an mir klebt, lieber keine blöden sachen reden sollte. was ich dann auch bestimmt zwei stunden nicht tat, wahnsinn. und als ich dann am nächsten tag den beitrag zu sehen bekam, war ich ehrlich erleichtert. nein, ich sah nicht aus wie ein vollidiot, und hörte mich auch nicht so an. - was eine erleichterung!!!! yes!

nur hätte ich irgendwie nicht gedacht, daß betreffendes fernsehformat tatsächlich so viele zuschauer hat. meine mutter berichtete, kurz nach der ausstrahlung hätten die ungefähr drei menschen meines heimatdorfes angerufen, und aufgeregt erzählt, ihre tochter im fernsehn gesehen zu haben. als ich eine woche später zu meinem montäglichen aerobic-kurs kam, bestürmten mich meine mit-hüpfer, und noch heute sagte jemand zu mir: “kann es sein, daß ich sie im fernsehn gesehen habe?”. unglaublich! dabei waren es noch lang nicht die 15 minuten, die laut herrn warhole jedem irgendwann einmal zustehen…. egal. ich hab schon immer gesagt, daß ich nicht reich und berühmt werden möchte. wenn dann doch bitte nur reich. ich möchte gern weiterhin meine butter selbst im supermarkt kaufen. mal ganz im ernst: wollten sie prinz william sein? john lennon? oder george clooney? …. also ich glaube, “das möschte isch nischt”.

lalala-lala

ihre

lillie lord

 

take 175 (f: 105, s: 9); montag, 19. märz 2012

ps a): es gibt v tage, an denen möchte ich nur weinen.

ps b): habe zum ersten mal in meinem leben eigenhändig ein ferienhaus gebucht. großártig!!!!

ps c): neulich war halbjähriges. YEAH!!!! “if i had a gun, i`d shoot a hole into the sun. and love would burn this city down for you”

Feb 19 '12

#174 und die dinge

momentan benehme ich mich nicht sonderlich gut. was man unter anderem dem erscheinungs-turnus dieser kolumne entnehmen kann. ich krieg es einfach nicht mehr hin, und das tut mir wirklich aufrichtig leid. verdammt….. mein fehlverhalten resultiert aus einer menge an faktoren, die ich in diesem rahmen leider wahrlich nicht erörtern kann und auch nicht erörtern will. und glauben sie mir, bitte: sie würden das auch nicht wollen. lassen wir das also. und wenden uns den angenehmeren seiten des daseins zu, denn irgendwie gibt es die trotz allem unheil ja auch immer noch, wie schön!

zum beispiel könnte ich von einer sehr angenehme taxi-erfahrung berichten. (ja, tatsächlich). an einem abend dieser woche komme ich aus einer meiner stammkneipen, steige in das elfenbeinfarbene auto, und der fahrer fragt nach vorhergegangener begrüßung lediglich: “nach hause?” - ich sage “ja.” und habe doch ein bißchen angst, daß er einer dieser voll-psycho-fahrer sein könnte, die mich während der letzten fahrten so scheiße angemacht haben, aber nein. meine sorge erweist sich als völlig unberechtigt, wir haben eine super angenehme fahrt und ich steige mit einem erstaunlich zufriedenem gefühl aus dem wagen aus, steige die treppen hoch, und lege mich irgendwie seelig ins bett. - schön!

seelig…. seelig sein ist so schön…. aber auch irgendwie sehr schwer, derzeitig…. anyway. lassen sie uns über den valentinstag reden. ich finde es ja schon erstaunlich, was so ein tag, der von “fleurop” erfunden wurde (naja, das stimmt so nicht ganz, ich weiß), für ausmaße annehmen kann. wir können froh sein, nicht in amerika zu leben, denn ich glaube da sind schon einige zarte, mauerblümchen-mäßige seelen bei drauf gegangen. was ein wirbel darum gemacht wird - für uns unvorstellbar, vermutlich - und wenn man mal nichts bekommt, ist man der totale loser, vor allem während der schulzeit. das muss so ein terror sein, krass…. ich habe im letzten jahr mein erstes valentinstags-geschenk bekommen. was ich ehrlich gesagt recht erfolgreich verdrängt habe, denn diese sache ist erstens lange vorbei, sowie zweitens auch ziemlich unschön zu ende gegangen…. egal. in diesem jahr habe ich auch etwas bekommen. und zwar: einen blumenstrauß. als mein freund und ich gemeinsam nach hause kamen, stand er einfach auf dem küchentisch. vielleicht wird irgendwer von ihnen jetzt sagen, beziehungsweise denken: “oh gott, wie uneinfallsreich”, oder ähnliches. aber ich fand das einfach nur ganz ganz wunderschön!!!! wirklich!!!! toll!!!! danke. nochmal.

so. mit dieser wunderbaren erinnerung wird sich heute von ihnen verabschieden,

ihre

lillie lord

 

take 174 (f: 104, s:8); sonntag, 19. februar 2012

ps a): offenbar kann man jeden tag überleben. immer und immer wieder….

ps b): “may all your dreaming fill the empty sky”.

ps c): ich weiß.

Feb 6 '12

#173 und das traurige ende der nahkampf-ära.

mein trainer hat mit mir schluss gemacht. quasi. er wird mich nicht mehr trainieren. und das einzige, was daran mehr oder minder gut ist, ist die tatsache, daß er es nicht wegen mir nicht mehr tun wird, sondern weil er einfach keine zeit mehr hat. und da ich widerum nicht genug geld habe, um mir seine zeit zu kaufen, ist jetzt eben schluss damit. kein kampf-training mehr. scheiße!!!!

vor über einem jahr hatte ich damit angefangen, wie der ein oder andere von ihnen vielleicht noch wissen wird. und es war großartig! “krav maga” (=nahkampf), so der name der selbstverteidigungs-technik, die ich erlernen wollte. eine streckenweise recht brutale, aber im notfall auch ziemlich effektive art und weise, seine gegner auszuschalten, die von einem herrn lichtenstein quasi erfunden und 1948 der israelischen armee beigebracht wurde (wenn auch aus vermutlich anderen gründen, als bei mir heute)…. nachdem ich zu anfang noch nicht einmal annähernd in der lage war, einem fleisch-farbenen box-dummy ins gesicht zu schlagen, wurde ich von stunde zu stunde besser. mein trainer erzählte mir die schauderlichsten geschichten über menschliche abgründe und daraus resultierende verhaltensweisen, die er aus seinem langjährigen job als security-mann in jederlei hinsicht kannte, während mir eine gänsehaut nach der anderen über den rücken lief. “wenn du die messer-scheide einmal in der hand hast, darfst du sie nicht mehr loslassen. auch wenn sie dir die hand zerschneidet, aber ansonsten bist du tot.” UM GOTTES WILLEN! aber ja. da hat er wohl recht. scheiße!!!! menschen können so unfassbar brutal und gnadenlos sein, fuck!!!! das ist etwas, das ich nie, nie, niemals auch nur im ansatz werde verstehen können, wirklich nicht!…. also boxte ich in einem stockfinsteren raum mit blitzgewitterlicht gegen sandsäcke und birnen; robbte mit 20 kilo schweren sandsäcken auf mir über den boden; übte handbefreiungs-techniken bis ich üble blau flecke an den handgelenken hatte; versuchte mich gegen meinen trainer zu wehren, der in voller schutzmontur auf mich losging; lag mit dem gesicht auf dem boden, um beim “GO”-kommando aufzuspringen und auf die pratzen einzuschlagen, die von irgendwoher auf mich zukamen; und boxte mit verbundenen augen auf kommando gegen einen mit zahlen bedruckten sandsack (vobei ich offenbar fast immer ins schwarze traf, ha!). - tja. vorbei dies alles….

ich hab immer daran denken müssen, was wohl die leute die mich kennen sagen würden, wenn sie mich so sehen könnten. eine amüsante vorstellung…. ich war aber auch ein glückspilz - mal wieder. ich hatte privat-unterricht, quasi. das kann sich doch niemand leisten. und hey, ich hab einiges gelernt. ich glaube, ich bin ein wenig selbstsicherer geworden, was mein auftreten betrifft. und wenn furchtbarer weise mal irgendwas passiert, werde ich vielleicht nicht einfach nur hilflos mit meinen armen herumwedeln, sondern eventuell irgendeine spontane idee haben, wie ich mich wehren kann (klopf-auf-holz).

„kämpfen, lillie“ - „ja, ich weiß“,

sagt ihre

lillie lord

 

take 173 (f: 103; s: 7); montag, 6. februar 2012

ps: heute sind es schon fünf monate! SCHÖÖÖÖN!!!!

Jan 26 '12

#172 jacken und streifen (beides weg, partiell)

guten tag, liebe leserinnen und leser. ich weiß. ich habe sie sträflichst vernachlässigt. über einen monat lang habe ich mich nicht gemeldet, und das noch nicht einmal aus gutem grund, asche auf mein fieses haupt. - mittlerweile schreiben wir das jahr 2012. krass.

das so ziemlich erste, was mir in diesem jahr passierte, war, daß mein lieber freund b. und ich nach der silversterparty als letzte gäste die lokalität verlassen wollten - und meine jacke weg war. ein paar stühle weiter lag dafür eine andere. spitze. irgendein verrückter jemand hat sich einfach meine gegriffen und ist damit abgehaun. hurra. leicht deprimiert aufgrund des verlustes, den ich als ungutes omen für das neue jahr interpretierte, kehrten wir in die immer offene kneipe ein. dort trafen wir ein paar freunde, tranken noch ein paar bier, und als wir in den frühen morgenstunden draußen standen, sagte jemand zu mir: „hälst du mal meine jacke?“ - „klar.“ und als ich sie in der hand hatte: „HEY! das ist meine jacke!“ wie schön! da war sie wieder! meine winter-jacke, die ich bei an die dreißig grad außen-temperatur einst auf mallorca erstanden hatte. ich war sehr froh.

weniger froh war ich gestern (dies ist eine untertreibung). denn: mein fernseher ist kaputt. es geschah am späten abend. die golden girls hatten plötzlich keine köpfe mehr, waren dafür aber unsagbar fett geworden und von schwarzen streifen eingerahmt. ich fasse es nicht. bei dem fernsehgerät handelt es sich um ein wirklich schönes, wirklich schweres „spectra color-nordmende“-röhren-modell, das ich vor fast zehn jahren vor der sicheren verschrottung gerettet habe. er ist der erste fernseher meines lebens. und vermutlich der erste einrichtungsgegenstand, den ich (nach dem auszug aus meinem elternhaus) jemals besessen habe. klar, das bild war schon immer nicht mehr das beste, es hatte ganz dünne weiße streifen drin, und ab und zu ist es einfach heller oder dunkler geworden, oft wurde ich wegen ihm ausgelacht oder für bescheuert erklärt. aber: das war mir egal. ich habe ihn geliebt. so viele umzüge hat er mit mir überstanden, so oft habe ich ihn quer durch die wohnung gezerrt, auf seinem rollbaren schränkchen, und so oft mit ihm geweint oder gelacht. mehrere videorekorder und dvd-player hat er locker überlebt, ich nannte ihn stets „mein treuestes elektronisches gerät“. und jetzt ist er tot. - ich weiß. man soll sein herz nicht an dinge hängen. aber…. - nein. schon gut.

eigentlich erzähle ich all das auch nur, um sie von den anderen, bösen dingen zu verschonen, die in diesem monat noch verstärkter als sonst in meinem blöden kopf herumschwirren. seien sie froh. ich versuch das auch nochmal.

mööööp - ihre

lillie lord

 

take 172 (f: 102; s: 6); mittwoch, 25. januar 2012

ps: momentan fühle ich mich oft ein wenig wie timm thaler, nur in arm.

Dec 21 '11

#171 abschließende worte

liebe leserinnen, liebe leser, es ist so weit. in ihrer hand/vor ihren augen befindet sich die letzte lillie des jahres. wahnsinn…. in drei tagen ist weihnachten. schon wieder. manchmal hab ich das abstrakte gefühl, daß irgendwie immer weihnachten ist. nicht gut, denn ich mag weihnachten nicht. nun ja. aber vielleicht wird das dieses jahr ja anders sein, da, wo ich diesmal sein werde… ich werde es erleben und hoffe bis dahin entgegen meiner sonstigen gewohnheit einfach mal das beste. genau. das sollte ich eh bei weitem öfters mal tun. ich weiß. amen.

aber ab heute kann ja eigentlich auch alles nur besser werden. ich weiß ja nicht, ob ihnen das schon aufgefallen ist, aber heute ist der kürzeste tag des jahres. heute nacht um 6 uhr 30 ist wintersonnenwende und ab da gehts wieder aufwärts, zumindest was die tägliche zeit im hellen betrifft. das ist doch schön! ja, für wahr, eigentlich ist es doch ganz und gar wundervoll zu wissen, daß man grade am totalen tiefpunkt ist, und daß absolut nichts schlimmer werden wird, weil das ja gar nicht mehr geht. spätestens ab da kann es nur noch besser werden. großartig! in den letzten jahren hab ich diesen freudigen tag total verpennt, und demnach auch, auf ihn anzustoßen. das wird mir heute nicht passieren. am besten mach ich das jetzt direkt, sonst muss ich mich hinterher ärgern, wenn es meinem grade so vergesslichen kopf mal wieder entfallen ist. also: prost! prost auf die wintersonnenwende, prost auf bessere nerven, haltung und gesinnung, prost auf gute ideen und gedanken, nettere menschen, wunderbare momente, und eins auf die liebe sowieso. kurz: ein prost auf alles, was gut ist und darauf, daß alles andere besser wird. sie wissen schon, weltfrieden und so…. jaja, witzig, ich weiß. ich trink wohl besser auch mal einen schluck auf erquicklichere lillies im nächsten jahr.

in diesem sinne: kommen wir nun zu den unumgänglichen abschließenden worten: ich wünsche ihnen und ihren familien ganz ganz wunderbar schöne weihnachten, einen super tollen jahresbeginn, sowie eine unglaublich entzückende zeit dazwischen. mich dünkt, daß ich diesem spruch schon einmal angebracht habe, aber ich möchte ihn gern und von ganzem herzen wiederholen: „ihr lieben! seid nett zueinander!“ (sagt eine wand in der schönen dortmunder nordstadt. räusper.) ja. das sollten wir alle wirklich mal sein. nett. zueinander. amen (nochmal)….

ihre

lillie lord

 

take 171 (f: 101; s: 5); mittwoch, 21. dezember 2011

Dec 13 '11

#170 while merry goes round

so, ich habe es endlich. das ticket, das mich an weihnachten weg von hier bringen wird, beziehungsweise schon einen tag davor. lange stand es in frage, ob ich es mir überhaupt kaufen kann. aber jetzt ist es da. in einer woche und dreieinhalb tagen werde ich in einen zug steigen und in den osten der republik fahren. wahnsinn!!!! ich kann es noch gar nicht fassen, aber so wird es sein. hammer! ich freu mich so!!!! toll!!!!

eigentlich wollte ich es ja vermeiden, aber ich komme nicht umhin zu bemerken, wie unglaublich es ist, daß schon wieder weihnachten ist. ja, ich weiß. „oh gott- es ist schon wieder weihnachten“ (stellen sie sich das in einer unglaublich hohen tonlage vor). aber nicht zu unrecht trägt ja auch ein beliebtes lied den titel „alle jahre wieder“ - hahaha…. und die zeit rast dahin wie ein elch, und ich wundere mich über die zeitverflug-geschwindigkeit, und alles ist viel zu schnell vorbei, und so weiter, und so fort…. kotz. same old procedure as every time.

ich glaube ernsthaft, ich sollte weniger bier trinken. das wäre außerordentlich dringend erforderlich. und mir auch äußerst bewusst. der haken ist nur, daß das bewusstsein bei weitem nicht immer das verhalten bestimmt, wie wir alle schmerzlich erfahren haben und nun wissen. dumm…. tja. vermutlich verhält es sich mit dem bier so, wie einst homer simpson es einst so treffend formuliert hat: „BIER - ursprung und lösung aller probleme“. ja, schon gut, ich weiß. ich bin nicht mehr in der pubertät und sollte somit in der lage sein, diese aussage mit einem wissenden lächeln abzutun…. vermutlich ist bier böse. sehr böse…. huch! vielleicht mag ich ja das böse. ich weiß es auch nicht. eigentlich wurde ich ja erzogen, eben dieses nicht zu tun. hm….

wie sie an meinem ziellosen geschwafel leicht erkennen können, habe ich heute mal wieder keine explizite ahnung davon, was ich überhaupt sagen will…. der heutige abend war sehr schön, bis jetzt. es gab wirklich ganz grandiose live-musik und ich fühle mich eigentlich ganz wohl. am gestrigen habe ich auch wirklich ausgesprochen schöne momente erlebt, ebenso wie am vorhergegangenem…. aller wahrscheinlichkeit nach werde ich aber trotzdem vermutlich sehr bald wieder ein bißchen in mich einsacken, und über dinge sinnieren, über die es sich einfach nicht zu sinnieren lohnt. das tut mir leid. sehr, sehr, sehr sogar. für dich, für mich, für alle. irgendwie kann ich das grade nicht ändern. so gern ich auch würde. na ja. vielleicht will ich es in ganz unterbewusster wirklichkeit zu wenig. oder bin vielleicht zu schwach. i don`t fucking know. das muß die winter-depression in schuld sein. oder so. mist.

pieps.

ihre

lillie lord

 

take 170 (f: 100; s: 4); montag, 12. dezember 2011

ps: selbstgebackene kekse sind super!!!! (das wort „keks“ kennt keine worterkennung der welt. bescheuert! versuchen sie es ruhig mal)

Dec 7 '11

#169 und zwei blöde gründe, nicht in seine wohnung zu kommen

es ist 2 uhr. genauer gesagt 2:14. keine gute zeit, zumindest nicht heute. ich stehe vor meiner haustür, und es regnet. es regnet ziemlich stark. ähnlich stark war mein alkohol-konsum am heutigen abend, weshalb mir nicht gleich auffällt, daß das mein unterfangen, in die wohnung zu kommen, ein ziemlich aussichtsloses darstellt. denn: ich habe gar keinen schlüssel. heute nicht. den hat jemand anderes, und der ist in einer weit entfernten stadt, jetzt, grade. super. da ich meine komplett-lebens-situation grade als sowieso nicht besonders erquicklich empfinde, fühle ich mich in diesem moment wie an einer irgendwie gearteten art von endpunkt angekommen, und ich muß weinen. alles ist scheiße, grade. und ich: stehe im regen. wie passend!!!!…. gott lob habe ich es unterlassen, am vorabend mein telefon zu hause zu lassen. wodurch ich mich in der glücklichen lage befinde, freund w. anzurufen. der mich abholt. und mir unterkunft gewährt.

am nächsten morgen wache ich auf. es geht mir sehr, sehr, sehr beschränkt. so sehr, wie vermutlich schon lange nicht mehr. meine be-haarsprayten haare stehen dank des regens der letzten nacht verstärkt zu berge, zum ersten mal seit langem habe ich weder kamm, noch haarspray, noch zahnbürste, deo, puder, ja, noch nicht mal meine konto-karte oder sonstigen kram dabei, und fühle mich völlig zerstört sowie ausgeliefert…. ach ja. eine warme jacke hab ich leider auch nicht. und so begibt es sich, daß ich an diesem tag sicherlich źwei, gefühlte zehn (arschkalte) kilometer zu fuß zurücklege, mit der intention, irgendwelche pflegeartikel zu besorgen, sowie in den genuß eines frühstückes zu kommen…. ja. helau!!!!

das letzte mal, daß ich nicht in der lage war, in meine wohnung zu gelangen, liegt bereits einige sehr viele jahre zurück. ich hatte meinem damaligen freund meine schlüssel gegeben, anbetrachts der tatsache, daß er am nächsten morgen superfrüh aufzustehen hatte. so schön, so gut. um eine relativ aber nicht allzu späte tageszeit versuche ich, in mein bett zu kommen. der mann reagiert nicht auf mein klingeln. der mann reagiert nicht auf meine anrufe. auch nicht auf beides in wie auch immer gearteter kombination. ich verzweifle draußen vor der tür, ich bin betrunken, es ist kalt, wie zur hölle kann man nur so fest schlafen?…. in den frühen morgenstunden verlässt ein nachbar das haus, und so gelange ich wenigstens (mich tierisch schämend) in den hausflur. wo ich dann - mich noch mehr schämend - vor meiner wohnungstür herum-lauere, und mich ganz ganz ernsthaft frage, wie der mann in der wohnung nur so friedlich schlafen kann, bei solch einem terror…. meine direkten nachbarn gehen zur arbeit, gucken mich bemitleidenswert an, ich sage „ja, mein freund, guter schlaf, sorry“ oder sowas, und bin völlig entsetzt, als ich drinnen seinen telefon-wecker klingeln und ihn umgehend aufstehen höre. - klopf-klopf - „ja, hallo. ich bin schon was länger hier.“ ja….

abgesehen davon habe ich mal eine nacht auf einem hotel-innenhof-balkon in prag verbracht, im rahmen derer ich halb erfrohren bin. aber das ist eine ganz andere geschichte.

es hofft, daß sie immer einen schlüssel dabei haben,

ihre

lillie lord


take 169 (f: 99; s: 3); dienstag, 6. dezember 2011

ps: ja. das konzert war ultimativ toll. i love noel!

Nov 29 '11

#168 talfahrt

da bin ich wieder. helau! wie der eine oder andere eventuell bemerkt haben wird, habe ich letzte woche mal wieder unentschuldigt gefehlt. das war aber vielleicht auch besser so. die letzte woche war eine wirklich anstrengende ihrer art, mit ganz furchtbar ätzenden sowie frustrierenden ereignissen und gedanken, ich bin immer noch ziemlich mitgenommen…. die sich aus einem solchen zustand ergebenden ergüsse hätten sie aller wahrscheinlichkeit nach gar nicht lesen wollen. und ich nicht schreiben. also…. es tut mir trotzdem leid. entschuldigung. momentan ist aber leider einfach wieder eine zeit der schlimmen existentiellen gedanken. das nimmt einen ziemlich mit. na ja, mich zumindest, und das sehr. tja. ich zweifle an mir, in allererster linie, ich zweifle an anderen, ich zweifle grade an so vielem…. scheiße ist das, wirklich. vor allem wenn man da sitzt, ohne eine idee zu haben, wie man das irgendwie ändern könnte…. genau. sagen wirs gemeinsam: helau! ja…. aber was schreibe ich hier überhaupt? vermutlich geht es vielen menschen so. um so besser eigentlich. das würde ja heißen, daß diese menschen mich verstehen können. wie schön….

apropos schön: schön waren die zwei konzerte, die ich in den letzten zwei wochen gesehen habe. an beiden abenden konnte ich meinen derzeitigen mind-fuck erstaunlich gut wegschalten. befreiend war das! und lustig! an diesen beiden abenden habe ich so viel gelacht, wie vielleicht schon seit langem nicht mehr. und getanzt habe ich - ja, tatsächlich!!!! …. es war einfach nur super. leider aber auch - wie so ziemlich alle dinge, die einfach nur super sind - viel zu schnell vorbei. hm. vielleicht liegt das an zu hohen maßstäben? es soll ja menschen geben, die den ganzen tag lang so ziemlich alles super finden. haben die dann zu kleine? oder vielmehr: gibt es sie wirklich, diese menschen? ich weiß es nicht. ich weiß nur, daß manche auf jeden fall als solche erscheinen wollen. hippies, zum beispiel. - oh gott, ja, schlagen sie mich jetzt bitte…. außerdem gibt es solche menschen in filmen. und dann sitzt man vorm fernseher und wünscht sich, vielleicht wenigstens ein bißchen so zu sein wie sie, obwohl man sie total nervig findet, aber anscheinend haben sie ja keine allzu großen sorgen, und die will man schließlich auch nicht haben, und daraus entwächst dann dieser utopischer wunsch der alles-verhältnismäßig-super-finderei, und dann denkt man, man selber ist vielleicht zu unentspannt, zu spießig, zu verklemmt, zu erbsen-zählerisch…. ja. so eben. so kommt das alles. vielleicht. [finden sie nicht auch, daß der letzte (etwas längere) satz phantastisch war? - hahaha].

es hätte diese woche vielleicht auch aussetzen sollen

ihre

lillie lord

 

take 168 (f: 98; s: 2); montag, 28. november 2011

ps a): habe neulich nahezu drei tage in völliger dunkelheit verbracht. scheiß winter.

ps b): an weihnachten fahre ich weg. ich freue mich wirklich unglaublich!!!!

ps c): meine eltern sind toll!!!! ich liebe sie.

Nov 17 '11

#167 schon wieder an der sonnenseite vorbeigeflogen

den ganzen heutigen tag lang hatte ich schon das dumme gefühl, daß dieses datum mir irgendetwas sagen sollte. daß es irgendein jahrestag ist, vielleicht. oder ähnlich bedeutsames. es kam mir auf eine ganz abstrakte art und weise ziemlich vertraut vor, und ich habe bis dato keine ahnung, warum. jedoch beschleicht mich jetzt, da es abend, beziehungsweise nacht geworden ist, das dumme, wirklich dumme gefühl, daß ich es eventuell sehr bald wissen könnte. das wäre schlecht. exorbitant schlecht sogar…. ich weiß. mal wieder verliere ich mich in andeutungen. und mal wieder tut es mir ausgesprochen leid. aber - wie ich ja auch immer so gerne sage - ich bin mir sicher, daß sie dies alles auch gar nicht wissen möchten. aus diesem grund höre ich auch mal auf damit. denn eigentlich will ich es auch gar nicht wissen. wissen ist nämlich lange nicht immer macht, so ist das leider…. HA!!!! lillie-weltpremiere!!!! hier gelang mir offenbar unwissentlich sowie auch vollends unintendiert die widerlegung eines dummen spruches! (nummer 3778: „wissen ist….“) wahnsinn! das ist ja noch nie passiert! geil! endlich ein grund zur aufrichtigen freude heute. wahnsinn!…. ok. das war gelogen, zugegeben. aufrichtige freude fühlt sich wohl anders an. aber irgendwie toll ist es trotzdem….

es gibt so viele sorgen. sorgen, die man sich macht, und von denen man vielleicht jetzt schon weiß, daß sie idiotisch und völlig übertrieben sind, und für die man sich später hassen wird, weil man dann eventuell viel größere hat. tja. vielleicht ist es einfach wirklich so,daß man in den zeiten der allergrößten krise der optimistischtse mensch der welt ist. denn dann ist ja schon alles so scheiße, was soll da noch passieren???? obwohl: „schlimmer geht immer“, nicht wahr? (blöde sprüche teil 3779)…. apropos schlimm: vielleicht erinnern sie sich noch an die schauderhafte geschichte mit dem taxi-fahrer, der mit mir kaffee-trinken wollte, und mich auf meine abweisung hin fies beleidigt hat. wenn nicht, auch egal. hier auf jeden fall eine „super-ätzende-taxifahrer-geschichte“1, heute deklarierter weise nr. 1“: ich setze mich mitten in der nacht in ein derartiges fahrzeug und äußere meinen unmut darüber, daß der zuvor bestellte fahrer mich sitzen gelassen und einfach eine leerfahrt gemeldet hat. der fahrer reagiert leicht genervt, jedoch wird die meinungsverschiedenheit meiner meinung nach geklärt. leider war meine meinung ganz offenbar unzutreffend. denn als wir vor meiner tür stehen, und ich grade bezahlt habe, sagt der mensch allen ernstes zu mir, ich solle doch mal zur massage gehen, so unentspannt, wie ich sei. hallo!!?? mal wieder fasse ich es nicht. schaffe es jedoch ebensowenig, adäquat zu reagieren. helau! die welt ist so ätzend. oft jedenfalls. ach man…. …. …. ….

wirklich erschöpft, von so allerlei

ihre

lillie lord

 

take 167 (f: 97; s: wirklich echt 1); montag, 14. november 2011

ps a): HURRA!!!! einführung einer neuen reihe!!!! „super-ätzende taxi-fahrer-geschichten“. tatata!!!!

ps b): wenn das mit weihnachten klappt, wäre das ganz, ganz wunderbar.